Serviceportal zur externen IP Verwertung
Informationen rund um die monetäre Verwertung von Patenten und Technologien

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Willkommen auf dem Serviceportal zur externen IP Verwertung

Eine Studie des IDW aus dem Jahr 2006 (Das Innovationsverhalten der technikaffinen Branchen, 2006) ermittelte, dass in deutschen Unternehmen über 95.000 Patente mit einem durchschnittlichen Wert von €150.000 brachliegen, wovon über der Hälfte unmittelbar umsetzungsreif sind. Durch eine externe Verwertung dieser Patente könnten die Unternehmen also ein Wertpotential von mehr als 8 Milliarden Euro erschließen.
Betrachtet man ferner die Wertverteilung ungenutzter Patente wird deutlich, dass gerade kleinere Unternehmen (bis 49 Mitarbeiter) mit 17,4% den höchsten Anteil an besonders wertvollen Patenten (> 1Mio.€) aufweisen.

Allerdings haben viele Hamburger KMUs in dieser Thematik großen Aufholbedarf, wie eine Studie zur Identifikation von Innovationshemmnissen im Rahmen des RIS-II Projektes zur Stärkung Hamburger KMU (Klein- und Mittelständische Unternehmen bis 250 Angestellte) bei der externen Verwertung von Technologien offen legte (Innovationshemmnisse in KMU der Metropolregion Hamburg, März 2007).

Deshalb stellt dieses Serviceportal, zielgerichtet für KMUs, Informationen zur externen Technologieverwertung (ETV) - speziell ihrer monetären Dimension - bereit und gibt Einblick in neue Modelle zur Erleichterung der externen Technologieverwertung.

Aufbau des Serviceportals, Quelle: Eigene Darstellung

Ausgehend von der Vermittlung einiger Grundlagen zur externen Technologieverwertung, stellt dieses Serviceportal die Modelle Patentverwertungsfonds, IP-Auktionen und Online-Marktplätze vor. Durch einen qualitativen Vergleich der drei Modelle und in Form von Checklisten werden KMUs Entscheidungshilfen und konkrete Ratschläge zu den einzelnen Modellen gegeben, deren Praxistauglichkeit noch einmal durch ausgewählte Beispiele verdeutlicht wird.

Grundlagen der externen Technologieverwertung

Im Rahmen der Zielsetzung dieses Portals, KMUs Informationen und Hilfestellung bei der monetären externen Verwertung von Patenten bereitzustellen, bietet diese Sektion zunächst einen Überblick über die notwendigen Grundlagen der externen Technologieverwertung (ETV), um das grundlegende Verständnis für die Möglichkeiten der ETV zu fördern und die hier vorgestellten Modelle zur Erleichterung der monetären ETV im Kontext des gesamten Spektrums der ETV einzuordnen.
So wird in den folgenden Abschnitten die monetäre ETV von anderen Funktionen/Zielen der ETV sowie daraus resultierenden Projekttypen abgegrenzt, eine Übersicht über die generellen Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung durch Patente gegeben, ein Prozessmodell der ETV vorgestellt und Hinweise auf weiterführende Literatur zur ETV gegeben.

Das Spektrum der externen Technologieverwertung

Die ETV stellt eine nicht zu unterschätzende Alternative zur internen Verwertung oder gar dem Brachliegen eines Patentes dar und kann sowohl finanzielle als auch strategische Vorteile mit sich bringen. Grundsätzlich zählen zur externen Verwertung von Technologien die Kollaboration mit anderen Unternehmen (z.B. Joint Technology Ventures), die Auslizenzierung oder der Verkauf von Technologien sowie die Ausgliederung von Technologien inklusive Teile des Unternehmens (z.B. Spin-Offs).

Dieses Portal stellt spezifisch drei neuere Modelle der Verwertung vor (Patentverwertungsfonds, IP-Auktionen und Online-Marktplätze), die von Intermediären als "indirekte Verwertungsformen" auf dem Technologiemärkten angeboten werden. Diese Dienstleistungen zielen darauf ab, die externe Verwertung, vornehmlich im Bereich der Auslizenzierung und des Verkaufs von Technologien insbesondere von Patenten oder anderen gewerblichen Schutzrechten wie Marken und Gebrauchsmuster, zu vereinfachen und damit auch speziell KMUs ein weiteres Umsatzpotential zu erschließen.

Quelle: Basierend auf External Technology Acquisition in large multi-technology corporations; Granstrand, E. Bohlin, 1992, R&D Management 22(2).

Um einschätzen zu können in welchem Umfang diese Modelle die ETV unterstützen können, sollen in den Grundlagen auch die Aufgaben und Anforderungen der ETV an ein Unternehmen anhand eines Prozessmodells dargestellt werden.

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